Brauche ich extra Kaffee für Cold Brew? Die ehrliche Antwort
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Brauche ich extra Kaffee für Cold Brew? Die ehrliche Antwort lautet: Nein
Du hast Lust auf Cold Brew bekommen, vielleicht durch unseren letzten Artikel, und stehst jetzt vor einer Frage, die sich der findige Kaffeehandel nur zu gerne zunutze macht: „Brauche ich dafür eigentlich speziellen Cold Brew Kaffee?" Im Supermarktregal und in Online-Shops findest du nämlich plötzlich Packungen mit dem Aufdruck „Cold Brew" – oft teurer als der normale Kaffee daneben.
Wir machen es kurz und ehrlich, so wie immer: Nein, du brauchst keinen speziellen Cold Brew Kaffee. Was du brauchst, ist ein richtig guter, kräftiger Kaffee. Und den hast du mit Bodos Blend ohnehin schon im Schrank. Aber lass uns erklären, warum das so ist – damit du beim nächsten Einkauf nicht auf Marketing reinfällst.
„Cold Brew Kaffee" ist meistens nur ein Etikett
Hier kommt der kleine Marketing-Trick, den kaum jemand ausspricht: Es gibt keine eigene Kaffeebohne, die nur für Cold Brew wächst. Eine „Cold Brew"-Packung enthält ganz normalen Röstkaffee – meist einfach grob gemahlen, manchmal auch schon in Beutel vorportioniert und mit einem schicken Label versehen, das dir suggeriert, du bräuchtest etwas Besonderes.
Das ist ungefähr so, als würde man Nudeln verkaufen, auf denen „speziell für Tomatensoße" steht. Nett gemeint, aber im Grunde überflüssig. Was am Ende über deinen Cold Brew entscheidet, sind drei Dinge: die Qualität der Bohne, der Röstcharakter und der Mahlgrad. Und alle drei hast du selbst in der Hand.
Warum Bodos Blend Espresso perfekt für Cold Brew ist
Jetzt fragst du dich vielleicht: „Aber das ist doch ein Espresso – kann ich den überhaupt kalt brühen?" Absolut. Und nicht nur das: Unser Bodos Blend Espresso ist sogar eine richtig gute Wahl für Cold Brew. Hier ist der Grund.
Der Robusta-Anteil bringt Körper. Cold Brew wird oft als Konzentrat angesetzt und dann verdünnt. Ein zu dünner, schwachbrüstiger Kaffee verliert dabei schnell seinen Charakter. Unser Blend mit 60 % Arabica und 40 % Robusta bringt von Haus aus ordentlich Körper, eine schöne nussig-schokoladige Tiefe und – nicht ganz unwichtig an einem langen Tag – einen kräftigen Koffeinschub mit. Genau das, was ein guter Cold Brew braucht.
Die Röstung nimmt der Säure die Spitze. Espressoröstungen sind etwas dunkler und kräftiger. Das passt perfekt zum kalten Brühen, weil Cold Brew von Natur aus mild und säurearm ist – die beiden ergänzen sich also ideal. Das Ergebnis ist ein weicher, runder, vollmundiger kalter Kaffee.
Die Trommelröstung sorgt für Aroma, das auch kalt funktioniert. Wir rösten Bodos Blend handwerklich und schonend in der Trommel. Dieses Aroma bleibt auch dann präsent, wenn der Kaffee kalt und verdünnt in deinem Glas landet. Genau hier trennt sich guter von beliebigem Kaffee.
Ganze Bohne oder gemahlen? Beides geht
Und jetzt die vielleicht entspannteste Nachricht des ganzen Artikels: Du musst Bodos Blend nicht zwingend als ganze Bohne kaufen und selbst mahlen. Du kannst ihn ganz bequem gemahlen bestellen – fertig für deinen Cold Brew, ohne dass du eine Mühle brauchst.
Wer eine Mühle hat und gerne frisch mahlt, kann das natürlich tun (frisch gemahlen ist und bleibt aromatisch top). Aber für Cold Brew ist gemahlener Kaffee absolut kein Kompromiss. Cold Brew ist da gnädiger als ein Espresso aus der Siebträgermaschine, bei dem es auf jede Sekunde und jedes Mikrometer ankommt.
Unser Tipp: Wähl die French-Press-Mahlung
Wenn du Bodos Blend gemahlen bestellst, gibt es trotzdem eine wichtige Sache zu beachten – den Mahlgrad. Und hier lautet unsere klare Empfehlung: Wähl die Mahlung für die French Press und eine 250g Packung.
Warum? Cold Brew und French Press haben dasselbe Bedürfnis: einen groben Mahlgrad. Das hat zwei handfeste Gründe:
- Sauberes Abseihen: Grob gemahlener Kaffee lässt sich am Ende der Ziehzeit viel leichter und sauberer abfiltern. Fein gemahlener Kaffee verstopft das Sieb und macht deinen Cold Brew trüb und schlammig.
- Keine Überextraktion: Bei der langen Ziehzeit von 12 bis 24 Stunden würde fein gemahlener Kaffee zu viele Bitterstoffe abgeben. Grob gemahlen extrahiert langsamer und gleichmäßiger – das Ergebnis bleibt mild und rund.
Kurz gesagt: Die French-Press-Mahlung ist für Cold Brew genau richtig und da unser Kaffe direkt vor Versand frisch für dich gemahlen wird ist er noch frisch genug um direkt ca. 2-3L Cold Brew zuzubereiten.
Extra Tipp: Auch unser Bodos Blend Decaf eignet sich wunderbar für Cold Brew und hat ein angenehm malzig frisches Aroma.
Was du dir also sparen kannst
Fassen wir zusammen, worauf du beim nächsten Einkauf NICHT reinfallen musst:
- Spezielle „Cold Brew Kaffee"-Packungen zum Aufpreis – unnötig.
- Die Sorge, dass Espresso „zu stark" für Cold Brew sei – im Gegenteil, der Körper ist ein Vorteil.
- Die Anschaffung einer teuren Mühle nur für Cold Brew – gemahlen (grob, French Press) funktioniert wunderbar.
Was du stattdessen brauchst: einen ehrlichen, kräftigen Kaffee, ein bisschen kaltes Wasser und eine Nacht Geduld.
Fazit: Guter Kaffee bleibt guter Kaffee – heiß wie kalt
Die Wahrheit ist unspektakulär, aber befreiend: Du brauchst keinen extra Kaffee für Cold Brew. Ein hochwertiger, kräftig gerösteter Kaffee wie Bodos Blend macht heiß als Espresso eine genauso gute Figur wie kalt als Cold Brew. Das ist der Vorteil eines ehrlichen Produkts – es ist vielseitig, statt dich in ein einziges System zu zwingen.
Also: Bestell deinen Bodos Blend Espresso einfach gemahlen (Tipp: French-Press-Mahlung), setz ihn abends an und freu dich am Morgen auf einen milden, kräftigen Cold Brew. Ganz ohne Spezialkäufe.