Cold Brew selber machen: Das ultimative Rezept für kalten Kaffee

Cold Brew selber machen: Das ultimative Rezept für kalten Kaffee

Cold Brew selber machen: Der entspannteste Kaffee des Sommers

Es ist 7 Uhr morgens, draußen sind es schon jetzt 24 Grad, und die Vorstellung, sich einen heißen Espresso reinzukippen, fühlt sich ungefähr so verlockend an wie eine Wärmflasche im Hochsommer. Du brauchst Koffein – das steht außer Frage. Aber heiß? Auf gar keinen Fall.


Willkommen in der Welt von Cold Brew. Dem kalten Kaffee, der nicht einfach nur „abgekühlter Filterkaffee" ist, sondern eine ganz eigene Liga. Mild, süßlich, magenfreundlich und so unkompliziert, dass du ihn dir abends in zwei Minuten ansetzt und am nächsten Morgen einfach nur noch eingießt. Klingt nach genau dem Tempo, das wir im Eltern- (und sonstigen) Alltag brauchen, oder?


Was ist Cold Brew eigentlich?


Cold Brew (zu Deutsch: „kalt aufgebrüht") ist Kaffee, der über viele Stunden mit kaltem Wasser extrahiert wird – ganz ohne Hitze. Du gibst grob gemahlenen Kaffee in kaltes Wasser, lässt das Ganze 12 bis 24 Stunden ziehen, filterst es ab, und fertig ist ein Kaffeekonzentrat, das es in sich hat.


Der entscheidende Unterschied zum heißen Brühen: Hitze löst nicht nur die schönen Aromen aus dem Kaffee, sondern auch jede Menge Säuren und Bitterstoffe. Beim kalten Brühen bleibt all das größtenteils in der Bohne. Übrig bleibt ein Getränk, das sanft, rund und überraschend süß schmeckt – ohne dass du ein einziges Gramm Zucker hinzugefügt hast.


Cold Brew ist NICHT dasselbe wie Eiskaffee


Diesen Irrtum müssen wir kurz aus der Welt schaffen, denn er hält sich hartnäckig. Klassischer Eiskaffee (oder der italienische „Caffè Freddo") ist heiß gebrühter Kaffee, der anschließend abgekühlt und über Eis gegossen wird. Schnell gemacht, aber geschmacklich oft eine zwiespältige Angelegenheit: Sobald das Eis schmilzt, wird das Ganze wässrig und die Säure tritt deutlich hervor.


Cold Brew hingegen war nie heiß. Durch die kalte, langsame Extraktion werden weniger der reizenden Säuren und Bitterstoffe aus der Bohne gelöst. Das Ergebnis schmeckt spürbar weicher und milder und wird von vielen als magenfreundlicher empfunden. Wer empfindlich auf Kaffeesäure reagiert, sollte Cold Brew unbedingt mal ausprobieren.


Was du brauchst (Spoiler: fast nichts)

Das Schöne an Cold Brew: Du brauchst keine teure Maschine, kein Strom und keine App. Fancy Cold Brew können hilfreich sein aber zum ersten mal Probieren reicht im Grunde ein Schraubglas. Hier die Basics:


- Ein großes Gefäß oder eine Karaffe (ein Einmachglas tut's auch)
- Grob gemahlener Kaffee – idealerweise so grob wie für die French Press
- Kaltes, frisches Wasser
- Ein Sieb, ein Kaffeefilter oder ein Nussmilchbeutel zum Abseihen
- Etwas Geduld (12-24h je nach Umgebungstemperatur)

 

Und natürlich guten Kaffee. Dazu gleich mehr.


Das Bodos-Blend-Cold-Brew-Rezept


Wir halten es ehrlich und einfach – so wie unseren Espresso. Hier kommt das Grundrezept, das immer funktioniert.


Das Verhältnis: Für einen guten Cold Brew nimmst du etwa 100 g Kaffee auf 1 Liter Wasser. Das klingt nach viel, aber Cold Brew wird relativ intensiv angesetzt und kann später verdünnt werden. Wenn du es eher leichter  magst, geh eher auf 60–70 g pro Liter. Beachte, dass bei die entstehenden Menge an Cold Brew ca. 10-15% weniger ist als die Menge des verwendeten Wassers, da der Kaffee einiges aufsaugt.


Schritt 1: Mahle deinen Kaffee grob (oder kauf ihn gleich gemahlen – grob für French Press). Gib ihn in dein Gefäß.


Schritt 2: Übergieße den Kaffee langsam mit kaltem Wasser und rühre einmal kräftig um, damit wirklich jedes Krümelchen benetzt ist und keine Klumpen mehr vorhanden sind.


Schritt 3: Deckel drauf (oder ein Tuch) und bei Raumtemperatur stehen lassen. Jetzt heißt es warten: 12 bis 18 Stunden sind der Sweet Spot. Länger als 24 Stunden solltest du nicht ziehen lassen, sonst wird's bitter. Alternativ kannst du es auch in den Kühlschrank stellen, das verlängert aber die Ziehzeit auf eher 18+ Stunden, also perfekt wenn du mittags deinen Cold Brew für den nächsten Morgen ansetzt. 


Schritt 4: Am nächsten Morgen seihst du den Kaffee durch ein feines Sieb oder einen Filter ab. Den Kaffeesatz wirfst du in den Biomüll oder direkt zu deinen Pflanzen.


Schritt 5: Den Cold Brew verdünnst du nach Geschmack mit Wasser oder Milch (Verhältnis ca. 1:1) und gießt es über reichlich Eis. Fertig.


Im Kühlschrank hält sich dein Cold Brew problemlos 5 bis 7 Tage. Das heißt: einmal ansetzen, eine Woche lang den kalten Kick genießen.


Welcher Kaffee für Cold Brew?

Die alles entscheidende Frage. Und die gute Nachricht vorweg: Du brauchst keinen speziellen „Cold Brew Kaffee", den dir der Markt teuer verkaufen will. Was du brauchst, ist ein kräftiger, ehrlich gerösteter Kaffee mit Charakter – einer, der auch verdünnt und kalt noch nach etwas schmeckt.

Genau hier kommt Bodos Blend ins Spiel. Unser Espresso mit 60 % Arabica und 40 % Robusta ist wie gemacht für Cold Brew: Der hohe Robusta-Anteil sorgt für ordentlich Körper, eine schöne nussig-schokoladige Tiefe und – nicht ganz unwichtig an einem langen Tag – einen kräftigen Koffeinschub. Die Trommelröstung nimmt der Säure die Spitze, was kalt gebrüht besonders sanft wirkt.


Du kannst unseren Blend als ganze Bohne kaufen und selbst grob mahlen – oder dir die Mühe sparen und ihn direkt gemahlen bestellen. Unser Tipp: Wähl die French-Press-Mahlung. Die ist grob genug, dass dein Cold Brew klar bleibt und sich easy abseihen lässt.


Cold Brew aufpeppen: Ideen für Genießer

Cold Brew pur über Eis ist schon ein Genuss. Aber wenn du Lust auf Abwechslung hast:


- Cold Brew Tonic: Konzentrat über Eis, mit Tonic Water aufgießen. Spritzig, erfrischend, fast schon ein Feierabend-Drink.
- Vanille-Cold-Brew: Ein Schuss Vanillesirup und ein Spritzer Hafermilch – Sommer in der Tasse.
- Cold Brew Affogato Eine Kugel Vanilleeis, kalten Bodos Blend drüber. Mehr Genehmigung zum Sündigen brauchst du nicht.


Fazit: Der Kaffee, der für dich arbeitet


Cold Brew ist im Grunde der entspannteste Kaffee, den es gibt. Du machst die Arbeit (also: das bisschen Umrühren) am Abend, und der Rest läuft von ganz alleine während du schläfst. Am Morgen wartet ein milder, kräftiger, kalter Wachmacher auf dich – ganz ohne Säurestress und ohne Hektik.


Mit einem ehrlichen Kaffee wie Bodos Blend brauchst du dafür weder Spezialbohnen noch teure Technik. Nur ein Glas, etwas Wasser und die Geduld einer Nacht.

 

 

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